Erinnernde Wände - Ella
Dieses Foto zeigt Ella Puhn an ihrem Arbeitsplatz in Memel. Dort befand sich ihr Büro. Sie arbeitete als Buchhalterin bei „Liverma“. Die Familien Puhn und Balk kannten sich gut. Das Fotostudio von Leon Balk lag direkt gegenüber. So fotografierte er Ella vor ihrem Arbeitsplatz.




„Liverma“ war eines der größten Textilunternehmen in Memel und wurde von den Brüdern Israelit geführt. Sie engagierten sich zudem aktiv im städtischen Leben. Tobias Israelit wurde 1938 mit dem litauischen Verdienstorden ausgezeichnet. Er war außerdem Vorsitzender des jüdischen Sportvereins „Bar Kochba“ in Memel. Im Jahr 1941 wurden die Brüder Israelit nach Sibirien deportiert.
Ein weiteres Foto der Familie Puhn erlangte weltweite Bekanntheit. Es zeigt die Familie am 23. März 1939 bei der Flucht aus Memel.
Ella Puhn und ihre Tochter Cira kamen im Konzentrationslager Stutthof ums Leben, während Aron Puhn und seine Tochter Aviv im Ghetto von Šiauliai ermordet wurden.
Urheber des Kunstprojekts: Lina Šlipavičiūtė und Martynas Šostauskas
Initiiert und finanziert von der Gesellschaft für Geschichte und Kultur der Juden in Ostpreußen


